BOTOX (R), Botulinumtoxin Typ A, ist eine Substanz, welche die Reizübertragung von Nerven auf Muskeln und Drüsen blockiert. Sie kann also dort verwendet werden, wo eine unerwünscht hohe Muskelspannung herrscht oder Drüsen zu viel absondern. Es ist nicht eine Mode-Substanz, sondern wird seit 15 Jahren mit geringen Nebenwirkungen erfolgreich therapeutisch eingesetzt. Für den Chirurgen ist die Substanz deshalb interessant, da durch sie gewisse Operationen ersetzt werden können. Mit gutem Erfolg und weniger Risiken.
Dies kann mit Spritzen von BOTOX in die entsprechende Region verhindert werden. Die Wirkung hält 3-6 Monate an.
Mit dem Minor-Test (Jodlösung und Stärke) kann das Areal der vermehrten Schweissproduktion gefunden und gezielt behandelt werden.
Es ist eine wirksame Therapie bei übermässigem Achselschwitzen und wird neuerdings teilweise durch die Krankenkasse übernommen !
Alternative Behandlung ist das Absaugen der Schweissdrüsenin den Achselhöhlen. Die Methode entspricht der Liposuktion (Fettabsaugung). Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie über je zwei 4mm grosse Schnittchen. Die Erfolgsquote ist ähnlich wie bei BOTOX, die Wirkung hält länger an. Eine absolute Sicherherheit, dass das lästige übermässige Schwitzen beseitgt wird, gibt es auch bei dieser Methode nicht.
Minor-Test
Analfissur
Beschwerden im Afterbereich werden oft als "Hämorrhoiden" abgetan. Klassische Hämorrhoiden sind kein Anwendungsgebiet für BOTOX. Die Analfissur ist hingegen ein kleiner Riss der Afterschleimhaut. Die Symptome sind ähnlich wie bei Hämorrhoiden: Schmerzen beim Stuhlgang, Blutung, teilweise auch Jucken. Die Beschwerden führen zu einer Verkrampfung des Schliessmuskels. Einem Teufelskreis entsprechend führt dies zu Verstopfung, hartem Stuhl, Vergrösserung des Schleimhautrisses und entsprechend noch mehr Beschwerden usw. Falls Abführmittel und eine dehnende Salbe nichts nützen kann die Verkrampfung mit BOTOX gelöst und eine Operation vermieden werden. BOTOX wird dabei direkt in den Schliessmuskel gespritzt.
Massnahmentreppe bei Anafissur: (immer höhere Zahl, wenn vorhergehende Massnahme nicht nützt)
Nicht überraschend haben neue Erkenntnisse und Studien gezeigt, dass Botox-Injektionen in verspannte Rückenmuskulatur zu einer Verbesserung von chronischen Rückenschmerzen führen kann. Da die Krankenkassen diese Therapieform noch nicht anerkennen, müssen die Kosten des Medikamentes durch den Patienten getragen werden (Fr. 400.-).